Segen zur Goldenen Hochzeit

Im Rahmen des Sonntagsgottesdienstes am 30. Mai 2010 empfingen Friedrich und Liesbeth Schneider, geb. Gurkowski, den Segen zu ihrer Goldenen Hochzeit.

Die mehr als 130 Gottesteilnehmer erlebten einen sehr bewegenden Gottesdienst, der nicht nur durch die Freude und Dankbarkeit des Jubelpaares und ihrer Angehörigen geprägt war, sondern auch durch eine tiefe Trauer der ganzen Gemeinde nach einem tragischen Verkehrsunfall Mitte Mai, bei dem der erst ein Jahr alte Enkel- und Urenkelsohn von Glaubensgeschwistern sein noch so junges Leben verlor.

Bezirksältester Thorsten Beutz, der die Stunde durchführte, hob in seiner Predigt hervor, dass die beiden so gegensätzlichen Ereignisse uns immer wieder vor Augen führen, wei nah Freud' und Leid beieinander liegen. An das Jubelpaar gewandt führte er aus, dass Grundlage für dieses schöne und immer seltener werdende Hochzeitsfest eine feste Liebe und dauerhafte Treue sei. Auch während gemeinsamer 50 Jahre hat es freudige und mit Leid erfüllte Stunden gegeben.

Am 28. Mai 1960 traten Friedrich (genannt „Friedel“) und Liesbeth Schneider in Langenfeld (Nordrhein-Westfalen) vor den Standesbeamten. Am 5. Juni 1960 erhielten sie in Wilhelmshaven-Nord den Trausegen durch Priester Günther Bädeker. Große Freude löste es bei den beiden aus, dass Priester Bädeker mit seiner Frau am Gottesdienst zur Goldenen Hochzeit teilnehmen konnte.

Bereits seit 1957 lebten beide in Langenfeld und brachten sich dort in die neuapostolische Gemeinde aktiv ein. Friedel Schneider war dort von 1971 bis 1997 als Priester tätig. Liesbeth wirkte im Chor mit, hatte immer "ein besonderes Händchen", wenn es um die Gestaltung des Altarschmuck ging und war auch sonst in vielfältige Weise bereit, mache Arbeiten zu erledigen und Aufgaben zu übernehmen.

Nach dem Ruhestand reifte in beiden langsam die Sehnsucht nach der Heimat. 2006 fanden sie in Wilhelmshaven-Voslapp ein schönes Haus. Schnell haben sie sich in Wilhelmshaven-Nord eingelebt und bringen sich aktiv im Seniorenkreis, im Chor und Friedel auch als "Reserve-Dirigent" ein. Das Hochzeitsfest begingen sie im Kreis ihrer drei Söhne und deren Familien, Friedel's Brüder Rudolf, Reinhold, Siegfried und Karl-Heinz, Verwandten und vieler Freunde.